Die Pflege der Rosen, fängt bei der Standortwahl der Rosenrabatte
an.
Die Rosen bevorzugen einen sonnigen, warmen aber nicht zügigen
Standort. Die Standortansprüche sorgen dafür, dass die
Blätter nach dem Regen schnell abtrocknen können und
somit der Pilzbefall gemindert wird. Zu heisse Standorte können
Blattverbrennungen zur Folge haben. Ausserdem lieben Spinnmilben
Lufttrockenheit und können durch vermehrtes Auftreten, die
Rosen schädigen. Rosen bevorzugen einen tiefgründigen
und sandig-lehmigen Boden.
Rosen sind Tiefwurzler, ihre Wurzel wachsen schnell einen Meter
und mehr in den Boden hinunter. Wenn sie dann auf eine undurchdringliche
Barriere (z. B. verdichteter Bauschutt) stossen, neigen sie zu
Kümmerwuchs.
Wenn Rosen auf einen Standort gepflanzt werden, auf dem schon
Rosen gestanden haben, kann das Phänomen der Nachbaukrankheit
auftreten. Welche Ursachen dazu führen, ist bis heute ungeklärt,
Tatsache ist aber, dass sich Rosen an solchen Plätzen nicht
wohlfühlen und kümmern.
Die wichtigsten Pflegearbeiten für die Rosen
Die Pflegemassnahmen sind sehr stark abhängig von der Resistenz
der Rosen gegen Schädlinge und Krankheiten. Auch durch die
beste Pflege kann eine falsche Standortwahl nicht ausgebessert
werden.
Am falschen Standort wird jede Rose krank. Je enger Rosen zusammenstehen,
umso empfindlicher werden sie. Der Befall mit Pilzkrankheiten
variiert von Jahr zu Jahr. In verregneten Sommern tritt Sternrusstau
unter Umständen verstärkt auf, in schwül-warmen
Sommern zeigt sich Mehltau. Auch Rosen, die als robust eingestuft
wurden, können sich nach Jahrzehnten gegen neue Erregerstämme
nicht mehr zur Wehr setzen. Die Rosen sollten deshalb durch verschiedene
Kulturmassnahmen wie z.B. richtige Standortwahl, geeignete Sortenwahl,
richtiges Düngen und gute Pflege gestärkt werden.
Rosen, insbesondere Teehybriden, Polyantha- und Floribundarosen,
müssen, wenn sie über lange Zeit Freude bereiten sollen,
gezielt vor Krankheiten und Schädlingen geschützt werden.
Sobald die Austriebe eine Länge von 10 bis 20 cm erreicht
haben, sind die Pflanzen gegen Pilzkrankheiten (Sternrusstau,
Rost, Echter und Falscher Mehltau) zu spritzen oder zu bestäuben.
Die Spritzungen müssen regelmässig alle 10 bis 14 Tage
wiederholt werden.
Rosen sind Starkzehrer, deshalb haben sie einen hohen Nährstoffbedarf.
Nicht ausreichend versorgte Rosen werden anfällig für
Pilzerkrankungen, blühen nicht mehr reichlich und bilden
nur noch kümmerliche Neutriebe.
Die erste Düngung im Jahr sollte Ende März bis Anfang
April erfolgen. Der Rosendünger sollte gleichmässig
verteilen und eingehakt werden. Die letzte Düngergabe im
Jahr sollte spätestens Ende Juni erfolgen. Später sollte
nicht mehr gedüngt werden.
Das Schadbild und die Folgen von Nährstoffmangel sind von
Nährstoff zu Nährstoff sehr verschieden.
Rosen brauchen Stickstoff dringend für die Entwicklung ihrer
Triebe im Frühjahr. Bei Stickstoff-Mangel zeigen sich hellgrüne
Blätter, Stickstoff-Überschuss fördert die Bildung
weicher, wasserhaltiger Triebe, die anfällig sind für
Krankheiten und Schädlinge, aber auch im Winter frostempfindlich
sind. Deshalb sollten die Stickstoffgaben im Herbst möglichst
klein sein.
Der Phosphorbedarf bei Rosen ist nicht sehr hoch, gute Gartenböden
besitzen ausreichend davon. Wenn aber doch Phosphor-Mangel auftritt
zeigt er sich durch kleine, bläulich-grüne Blätter,
die an der Unterseite rot-braun gefärbt sind.
Auch Kalium-Mangel ist auf guten Gartenböden eher selten.
Kalium ist nötig um die Ausreifung der öfter blühenden
Rosen zu fördern. Bei Kalium-Mangel entwickelt sich das Laub
schlecht und es treten dunkelgrüne oder braun-graue Flecken
am Blattrand auf.
Kalzium reguliert den pH-Wert des Bodens. Wenn eine Kalkung des
Bodens nötig ist, sollte sie im Herbst oder Winter stattfinden,
auf jeden Fall einige Wochen vor der Pflanzung. Kalk hat einen
enormen Einfluss auf den Boden, zuviel davon laugt den Boden aus,
zuwenig bindet Eisen im Boden.
Eisen-Mangel macht sich durch Gelbfärbung der Blätter
(Chlorose) bemerkbar, vor allem die jüngsten Blätter
verfärben sich gelb, nur die Adern bleiben grün. Die
ganze Pflanze kümmert. Eisen ist jedoch wichtig zur Bildung
des Blattgrüns. Deshalb muss in Trockenperioden ausreichend
bewässert werden.
Bei Teehybriden, Polyantha-, Floribunda-, Miniatur- und Hochstammrosen
im Herbst die Triebe nur einkürzen. Bei Strauch-, Bodendecker-
und Kletterrosen ist im Herbst kein Schnitt notwendig.
Der definitive Schnitt erfolgt Ende Februar bis Ende März.
Dann sind die Triebe je nach Stärke auf 3 bis 4 Augen zurückzuschneiden.
Schwache, dünne und abgestorbene Triebe sind ganz zu entfernen.
Einmalblühende Kletterrosen
Zweijährige, abgeblühte Triebe und schwache Neutriebe
ganz entfernen.
Öfterblühende Kletterrosen
Nur Auslichten, älteste und schwache Triebe ganz entfernen.
Die an den Haupttrieben vorhandenen Seitentriebe je nach Stärke
auf 2 bis 3 Augen einkürzen. Schwache Seitentriebe entfernen.
Einmalblühende Strauchrosen
Nur Auslichten. Altes, nicht mehr blühfähiges Holz entfernen.
Fruchtschmuck belassen.
Öfterblühende Strauchrosen
Auslichten, starke Neutriebe um ca. 1/3 einkürzen. Seitentriebe
auf 2 bis 3 Augen zurückschneiden.
Bodendeckerrosen
Diese sind nur auszulichten und leicht zu schneiden.
Im Sommer sind zudem bei allen Rosen wilde Austriebe sofort zu
entfernen, d.h. auszugraben und abzureissen (nicht abschneiden).
Blütenschnitt
Bei Teehybriden, Polyantha-, Floribunda-, Miniaturrosen, öfterblühenden
Kletterrosen, öfterblühenden Strauchrosen und Hochstammrosen
im Sommer Blüten nach dem Abblühen laufend (mit 2 Blättern)
wegschneiden.
Nach der Anwachszeit sind die Wurzeln so tief in den Boden eingedrungen,
dass sich die Rosen selber mit Wasser versorgen können. Nur
bei längeren Trockenperioden im Sommer sollte man morgens
bewässern. Die Blätter und Blüten müssen aber
immer trocken bleiben (Pilzbefall).
Bei den Rosen sollte der Fuss des Rosenstockes und die aufgehenden
Pflanzenteile geschützt werden. Die Rosenrabatten werden
mit Tannenästen so abgedeckt, dass die Rosen vor der Wintersonne
geschützt sind. Die Stammrosen werden entweder mit Tannästen
oder mit Stroh eingepackt. In sehr kalten Lagen sollte der Rosenstock
am Fuss etwa 20-30 cm mit Kompost angehäuft werden. So verhindern
wir, dass die Rosen zurück frieren.
Auf den Blattoberflächen zeigen sich ab August dunkelviolettschwarze
Flecken, die sternförmig auslaufen. Die Blätter werden
rasch gelb und fallen ab. Zuerst tritt die Krankheit am bodennahen
Laub auf, erfasst aber bald die ganze Pflanze. Begünstigt
wird der Pilz durch Nässe, er tritt vor allem in nassen Sommern
auf. Befallene Rosen sind oft ab August, laublos, so dass die
Pflanze zu verstärkten Neuaustrieb gezwungen wird. Das kostet
viel Kraft und die Triebe können für den Winter nicht
mehr richtig ausreifen.
Vorbeugung
Robuste und resistente Sorten wählen. Den Standort der Rosen
so, wählen das die Blätter schnell abtrocknen nach Regenfällen.
Niemals Blätter von oben beregnen. Befallene Blätter
unbedingt absammeln und vernichten, denn sie verbreiten den Pilz
weiter.
Echter Mehltau tritt schon früh im Sommer bei feucht-warmer
Witterung auf. Er befällt die Blätter, Stängel,
Stachel, zum Teil auch die Blütenblätter und die Früchte.
Auf der Oberseite breitet sich ein weisser mehlartiger Belag aus.
Bei sehr starkem Befall kann auch die Blattunterseite befallen
werden. Die Folge sind Wachstumsstörungen und Verkümmern
der befallenen Pflanzenteile, die im Extremfall absterben.
Vorbeugung
Robuste und resistente Sorten wählen. Den Standort der Rosen
so, wählen das die Blätter schnell abtrocknen nach Regenfällen.
Niemals Blätter von oben beregnen. Die Rosen müssen
mit einem Kalium betonten Dünger versorgt werden.
Auch der falsche Mehltau zeigt weißlichen Belag, aber auf
der Blattunterseite. Auf der Blattoberseite entstehen dunkle Flecken.
Der Befall zeigt sich zuerst an den jungen Blättern und breitet
sich von oben nach unten aus. Die Blätter welken und fallen
ab.
Vorbeugung
Die befallenen Blätter vernichten. Die Rosen an Standorte
setzen, an denen die Blätter schnell trocknen können.
Die Rosen müssen mit einem Kalium betonten Dünger versorgt
werden.
An der Blattoberseite zeigen sich gelbe, oder auch rote Flecken,
an der Blattunterseite sieht man sich stäubende rostrote
Pünktchen, die sich später schwarz färben. Ein
zu lehmiger Standort sowie feuchte Witterung fördern den
Befall. Wenn die Krankheit mehrere Jahre hintereinander auftritt,
kann die Rose dadurch sehr geschwächt werden.
Vorbeugung
Die befallenen Blätter vernichten. Die Rosen an Standorte
setzen, an denen die Blätter schnell trocknen können.
Auf den Blättern treten kleine graubraune Flecken mit schwarzem
Randsaum auf. In der Fleckenmitte ist ein schwarzer Punkt. Ein
starker Befall kann zum Abfallen der Blätter führen.
Verursacht werden diese Flecken durch einen Pilz, der auf den
abgefallenen Blättern überwintert, von dort im Frühjahr
über Sporen die jungen Blätter infiziert. Der Pilz tritt
hauptsächlich in feuchten Lagen auf oder wenn die Blätter
lange Zeit nicht abtrocknen können.
Vorbeugung
Von der Krankheit befallene Blätter einsammeln und vernichten.
Bei Neupflanzungen, Wahl eines nicht zu feuchten Standorts und
zu dichten Pflanzenstand vermeiden.
In nassen Sommern, befällt dieser Pilz vor allem Knospen
und Blüten, aber auch Jungtriebe. Die Blütenblätter
bekommen Flecken, die Knospen können sich nicht öffnen,
zeigen braune Flecken (Faulstellen), bedecken sich mit einem mausgrauen
Schimmelrasen und faulen. Hervorgerufen wird der Grauschimmel
von einem Pilz, der auf abgestorbenen Pflanzenteilen überwintert.
Durch Wind und Wasserspritzer können sich Sporen während
der gesamten Vegetationszeit in der Luft befinden. Die Rosen werden
dann bei feuchtem, regnerischem und trübem Wetter infiziert.
Vorbeugung
Gut belüftete Standorte wählen, an denen die Rosen rasch
abtrocknen können. Befallene Pflanzenteile abschneiden und
vernichten. Nicht "über Kopf gießen" und
auf einseitige Stickstoffdüngung verzichten.
Die Blätter und Blüten haben einen fahlen Farbton.
Die Blätter sind auf der Oberseite mit weissgelben Punkten
gesprenkelt. Bei sehr starkem Befall sind die befallenen Pflanzenteile
von einem feinen Spinnengewebe überzogen. Mit der Lupe kann
man auch die rötlichen Tierchen sehen. Ab Mai kann die Spinnmilbe
bei trockener, heißer Witterung massenhaft auftreten.
Vorbeugung
Die Spinnmilben treten vor allem bei heisser und trockener Witterung
auf. Diese Tatsachen sollten bei der Standortwahl der Rosen berücksichtigt
werden. Befallene Blätter einsammeln und vernichten
Der Schaden zeigt sich oft an jungen Trieben und Blättern.
Sie haben Verkrüppelungen, Wachstumsstörungen oder sterben
bei starkem Befall sogar ab. Die Läuse schaden den Rosen
nicht nur durch ihre saugende Tätigkeit, sondern auch durch
ihre Ausscheidungen. Dieser Honigtau bleibt auf den Blättern
kleben und auf diesem zuckrigen Belag siedeln sich gerne Russtaupilze
an, die das Rosenblatt dann noch zusätzlich schädigen.
Vor allem von April bis Mai treten die Läuse vermehrt auf
und können lästig werden.
Vorbeugung
Die Rosen vor Wassermangel und zu viel Stickstoffdünger schützen.
Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen und Schwebfliegen
fördern.
Die Rosenblattrollwespe ist nur etwa 3-4 mm groß, hat einen
schwarzer Körper. Die Weibchen legen ab Mai bis Anfang Juni
ihre Eier an den Blatträndern der Rosen ab. Die Blattspreite
der einzelnen Fiederblätter ist nach unten gerollt. In den
Blattrollen entwickeln sich die kleinen Larven, sie sind geschützt
und lange Zeit nicht sichtbar. Sie schädigen die Pflanze
durch Loch- und Skeletttierfrass.
Vorbeugung
Regelmässiger vorbeugender Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.
Nützlinge wie die Schlupfwespen fördern.
Auffallend sind die bis zu tischtennisballgroßen Wucherungen,
die aussehen, als seien sie mit Moos bewachsen. Sie haben eine
grünliche, gelbliche bis rötliche Farbe. In diesen Rosenäpfeln
finden sich, in Kammern unterteilt, die Larven der Gallwespe.
Die Rosengallwespen legen im Frühsommer ihre Eier an die
Spitzen junger Triebe, wo sich durch Ihre Ausscheidungen neue
Gallen bilden. Vor allem Wildrosen sind betroffen.
Vorbeugung
Entfernen und Vernichten der betroffenen Pflanzenteile. In diesem
Zustand ist eine Bekämpfung praktisch nutzlos.
Die Blattoberseiten sind weißlich gesprenkelt. Auf der
Unterseite sitzen zahlreiche gelblichweisse bis grünliche
Larven und Vollinsekten mit langen Flügeln. Bei leichter
Berührung fliegen oder springen die Tiere weg. Die Insekten
schädigen die Rosen durch ihre saugende Tätigkeit an
der Blattunterseite.
Vorbeugung
Wahl des richtigen, nicht zu heißen und trockenen Standortes.
Die befallenen Jungtriebe welken und trocknen ein. An den Trieben
findet man oft ein Bohrloch mit mehligem Mark. Im Sprossinneren,
frisst sich eine bis 15 mm lange weisse Larve, durch das Mark
hindurch. Die Larven fressen sich entweder nach oben oder nach
unten.
Bei dem aufwärtssteigenden Triebbohrer, legt eine Blattwespe
ihre Eier von April bis Mai in die Blattstiele. Die Larve frisst
sich bis zu 10 cm von unten nach oben.
Bei dem abwärtssteigende Triebbohrer, legt eine Blattwespe
ihre Eier von April bis Mai in die weiche Triebspitze. Die Larve
frisst sich 4 bis 5 cm im Triebinnern von oben nach unten, worauf
der Trieb welkt und abstirbt.
Um sicher zu gehen, sollte man den Trieb an der welken Stelle
spalten. Wenn man einen Fraßgang mit einer kleinen Raupe
sieht, dann ist der Rosentriebbohrer am Werk.
Vorbeugung
Befallene Triebe bis ins gesunde Holz abschneiden und vernichten.
Überdüngung vermeiden: Weiche Triebe werden besonders
gern befallen.