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Eine Landschaft, die Geschichte lebendig macht – The Lost Shtetl Gedenkpark
Enea Landschaftsarchitektur hat für den Lost-Shtetl-Gedenkpark ein kraftvolles und sensibles Konzept entwickelt, das auf fundierter ökologischer Forschung und einem tiefen Verständnis der Geschichte des Ortes basiert. Mit grossem Respekt vor der lokalen Vegetation und den kulturellen Spuren der jüdischen Gemeinde entstand eine Landschaft, die Erinnerung und Verlust ehrt und zugleich einen Raum für Reflexion und Heilung öffnet.
Die emotionale und räumliche Erzählung des Parks orientiert sich an „Die letzte Reise“ – einem Denkmal für die erschütternden Ereignisse im August 1941, als die jüdische Gemeinde von Šeduva in den Liaudiškiai-Wald deportiert und dort ermordet wurde. Eneas Gestaltung ruft diese schmerzhafte Geschichte in eindrucksvollen Landschaftssequenzen wach: von einer Birkenallee über blühende Wiesen und Feuchtgebiete bis hin zu einem Obstgarten. So entsteht ein lebendiger, atmender Raum, in dem Biodiversität wiederhergestellt, Erinnerung in der Natur verankert und Heilung durch die Landschaft ermöglicht wird.
Im Zentrum des Projekts steht die intensive Auseinandersetzung mit dem Ort: Über 200 Bäume einheimischer Arten wurden sorgfältig ausgewählt und gepflanzt, um sowohl die lokale Umwelt als auch die einstige Kulturlandschaft widerzuspiegeln. Jedes Element – ob Baum, Feuchtgebiet, Wiese oder Garten – wurde mit ökologischer Sensibilität und emotionaler Tiefe gestaltet und eröffnet beim Durchschreiten des Parks immer neue Bedeutungsschichten.

Foto: The Lost Shtetl Museum

Foto: The Lost Shtetl Museum

Foto: The Lost Shtetl Museum

Foto: The Lost Shtetl Museum

Foto: The Lost Shtetl Museum


