Privat
Planung: 2020
Fertigstellung: 2022
Standort: Schweiz
Projekttyp: Privatgarten
Landschaftsarchitektur: Enea Landscape Architecture
Das Projekt transformiert ein bestehendes Wohngrundstück in eine vielschichtige, parkartige Gartenlandschaft, in der Architektur, Vegetation und Kunst in einen präzisen räumlichen Dialog treten. Ergänzend zum bestehenden Wohnhaus wurden ein Pavillon sowie ein weiteres Gebäude in die Gesamtkomposition integriert und durch eine sorgfältig gestaltete Landschaft miteinander verbunden.
Landschaft als räumlicher Rahmen
Der Garten wurde als grosszügige und zugleich intime Landschaft konzipiert. Grossflächige Räume, gezielt gesetzte Gehölze und reduzierte versiegelte Flächen schaffen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Offenheit und Privatheit.
Ein wesentliches Gestaltungselement bildet eine Ahornsammlung in Sandsteinschalen, die bewusst in weitläufige Pflanzflächen eingebettet wurde. Ergänzt wird die Komposition durch grosse Wald-Föhren, vielschichtige Gehölzpflanzungen sowie Stauden- und Gräserflächen, die dem Garten über alle Jahreszeiten hinweg Struktur und saisonale Veränderung verleihen.
Materialität, Kunst und Atmosphäre
Die Materialisierung folgt einer zurückhaltenden und präzisen Gestaltungssprache. Grosszügige Belagsflächen aus Bollinger Sandstein werden durch dicht bepflanzte Thymianfugen aufgelockert, wodurch harte und weiche Elemente miteinander verschmelzen.
Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projekts ist die Integration einer Skulptur von Barry Flanagan, deren Standort in enger Zusammenarbeit mit Enzo Enea und der Bauherrschaft definiert wurde. Kunst wird dabei nicht als Ergänzung verstanden, sondern als integraler Bestandteil der räumlichen Inszenierung.
Gestaltung im Dialog
Das Projekt entwickelte sich in engem Dialog zwischen Bauherrschaft, Planung und Ausführung. Die Gestaltung wurde während des gesamten Prozesses kontinuierlich verfeinert und an die sich wandelnden Bedürfnisse angepasst.
Besondere Aufmerksamkeit galt dem sensiblen Umgang mit dem bestehenden Baumbestand sowie der Integration neuer Nutzungen und Aufenthaltsbereiche in die Gesamtkomposition. Bestehende Gehölze wurden teilweise zwischengelagert und gezielt wieder in die neue Landschaft eingebunden.
Die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten ermöglichte eine präzise Umsetzung und trug wesentlich zur hohen räumlichen und atmosphärischen Qualität des Projekts bei.










